VP Bank Ladies Open: Elena Moosmann ganz stark

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Gleich drei junge Amateure und drei Schweizer Proetten schafften den Cut beim VP Ladies Open in Gams. Beste Schweizerin ist die erst 15-jährige Amateurin Elena Moosmann dank ihrer starken 69-er Runde. Die Engländerin Meghan MacLaren liegt knapp in Führung. 

„Nein ich bin nicht nervös“, sagte Elena Moosmann vor der zweiten Runde in Gams. „Sie ist nie nervös“, kommentierte Coach Marc Campos. Tatsächlich spielte die 15-jährige Zugerin beinahe Fehlerfrei. Das einzige Bogey nach einer zu kurzen Annäherung auf Loch 3 kompensierte die Longhitterin schon auf dem nächsten Par 5. Als einzige im Dreierflight mit zwei Profis griff die junge Amateurin das Green an und verfehlte den Eagle-Putt danach nur knapp. Ganz stark dann vor allem auch ihre Backnine mit drei Birdies und sechs Par. Loch 18 ist das einfachste Loch des Platzes, zugleich das einzige das im Schnitt unter Par gespielt wird. Am ersten Tag hatte Moosmann hier einen Ball im hohen Gras verloren und so ein Bogey kassiert. Mit einem sauberen Birdie auf Loch 18 sicherte sie sich in der zweiten Runde die hervorragende 69-er Karte. Das total von Even-Par bringt sie auf den sehr guten 16. Zwischenrang im 125-köpfigen Feld.
 
Souveräne Amateurinnen
Die 17-jährige Amateurin Chiara Tamburlini qualifizierte sich schon früh als erste der Schweizerinnen für den Finaleinzug. Am ersten Tag war die junge Ostschweizerin lang die beste Einheimische gewesen, mit drei Bogeys auf ihren vier letzten Bahnen fiel sie noch etwas zurück. In der zweiten Runde startete sie erneut stark und hielt das Niveau bis zum Schluss. Die 70-er Runde oder zwei unter Par brachten sie ganze 37 Ränge nach vorn. Der Cut pendelte am Nachmittag bei besten Bedingungen und viel Sonne zwischen +3 und +4. Die Spielerin des OSGC Niederbüren konnte sich mit total eins über Par schon sehr früh auf den ersten Cut bei den Profis freuen.
Äusserst stabil war auch die Performance ihrer erst 15-jährigen Kollegin Victoria Monod (Domaine Impériale). Sie hatte die zweite Runde zwar mit einem Bogey auf Bahn 10 begonnen, blieb aber äusserst ruhig bei ihrem ersten Einsatz beim VP Bank Ladies Open. Die zwei 73-er Runden bedeuteten auch für die Westschweizerin den frühen und höchst erfreulichen Einzug unter die besten 40 Spielerinnen und Schlaggleiche. Vor einem Jahr hatten sich mit Rachel Rossel und Anaïs Maggetti bloss zwei Schweizerinnen für den Cut qualifiziert.
 
Rominger beste Schweizer Proette
Caroline Rominger (32) ist immer noch die bestklassierte Schweizer Profi-Golferin, dies bei ebenfalls zwei über Par nach zwei Durchgängen. Rominger startete auf Loch 10 und „schwankte“ zunächst zwischen Bogeys und Birdies. Bei Halbzeit lag sie zwei über Par für den Tag und mit neun Pars in Serie spielte sie danach deutlich konstanter. So war der Cut immer für die Bündnerin stets gesichert.
Einen grossen Sprung nach vorne schaffte Lokalmatadorin und Turnierbotschafterin Melanie Mätzler. Bei ihr hat sich das intensive Putting-Training nach der ersten Runde ausbezahlt. Während sie am ersten Tag noch viele Schläge auf den Grüns „liegen gelassen hatte“, skorte sie in der zweiten Runde gleich fünf Schläge besser. Sie hatte gleich auf Bahn 10 das erste Birdie erzielt und die 71-er Runde reichte ihr am Ende genau für die erhoffte Final-Teilnahme. Mätzler konnte im Frühling wegen ihrer zweiten Handgelenk-Operation nur eingeschränkt trainieren, sie spielt in Gams mit einem Tape.
Ebenfalls mit drei über Par qualifizierte sich Anaïs Maggetti relativ spät noch für den Start am Samstag. Die Tessinerin musste ab Bahn 10 zunächst eine Serie von fünf Bogeys in Folge verkraften, kämpfte sich aber zurück. Dank dem starken Finish, zwei Birdies und sieben Par auf ihren Backnine, hielt sie den „Schaden“ in Grenzen.
 
Pech für Hürlimann
Viel Pech hatte dagegen die allerjüngste im Feld. Die erst 14-jährige Lily Hürlimann war bei ihrem ersten Profiturnier mit der 73-er Runde äusserst solide gestartet. Im zweiten Durchgang musste sie auf den ersten drei Bahnen zwei Schläge abgeben. Hürlimann liess sich aber nicht aus dem Konzept bringen, unter anderem mit einem Birdie auf dem letzten Loch sah es lange Zeit so aus, als würde sie ihren ersten „Profi-Cut“ schaffen. Erst mit dem letzten Flight fiel sie hauchdünn aus der Entscheidung.
 
Azoren-Siegerin baut den Vorsprung aus
An der Spitze steht die Engländerin Meghan MacLaren bei sechs unter Par. Allerdings ist auf dem anspruchsvollen Platz noch nichts entschieden, fünf weitere Profis lauern ein oder zwei Schläge hinter der Siegerin des vergangenen Turniers auf den Azoren. Erste Verfolgerin ist die Deutsche Karolin Lampert mit fünf unter Par.

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VP Bank Ladies Open Gams - 2017