Mit Freude besser putten

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Viele wollen am Anfang der Saison vor allem den Driver schwingen. Wenn Sie Ihre Resultate aber wirklich verbessern wollen, gehen Sie putten. Am besten mit Freude und dem Iceblock Putter. 

Von Marcus Knight
 

Wieder stehen wir vor einer neuen Golfsaison. Voll mit optimistischen Gefühlen und neuen Zielen. Wenn Sie Ihre Resultate verbessern wollen, geht es weniger um den Driver, der Ihnen 15 Meter mehr Länge verspricht, als ums Putten. Zum Anfangen können Sie zuhause auf einer Matte üben. Sobald aber die Saison angefangen hat, trainieren Sie auf dem Grün. Auch wenn die Grüns noch holperig sind – es wird mit der Zeit nur besser. Um ein guter Putter zu werden, ist es wichtig, so oft wie möglich am Ball zu stehen und ihn zu fühlen.
Putten macht Sie zum Helden oder zum Deppen. Es ist der letzte Schlag auf jedem Loch oder jeder Runde. Sie haben mehr Druck als bei jedem anderen Schlag. Zur mentalen Seite des Puttens komme ich später. Zuerst befassen wir uns mit der technischen Seite. Was müssen wir richtig machen, um den Druck auf dem Grün zu reduzieren und daher mehr Bälle einzulochen?
 
Grün lesen
 
Das Grün richtig zu lesen, ist, wie eine Adresse korrekt im GPS einzugeben. Ist sie falsch, werden Sie nie am Ziel ankommen. Was können wir also tun, um die Grüns besser zu lesen? Öffnen Sie Ihre Augen und schauen Sie, wie der Ball über das Grün rollt. Schauen Sie, wie er rollt, wenn er mehr Geschwindigkeit hat. Wie die Schwerkraft ihn Richtung unterer Teil des Grüns zieht, wenn er das Momentum verliert. In der Regel spielen wir 80 Prozent auf unserem Heimplatz und zusammen mit anderen Spielern. Sie haben also nicht nur die Information Ihres eigenen Balles, sondern auch die Ihrer Partner. Registrieren Sie das in Ihrem persönlichen Golf-Computer. Prägen Sie sich diese Information von jedem Loch ein. Es sollte sich anfühlen, wie wenn Sie in ein Examen gehen und schon alle Fragen im Voraus wissen. Bei den Tour Pros sieht das anders aus. Sie nehmen sich viel Zeit, um die Puttlinie zu studieren und allenfalls mit dem Caddie zu besprechen. Sie spielen jedoch jede Woche einen anderen Platz und haben nur zwei bis drei Runden Zeit, um die Rätsel der Grüns zu lösen. Für uns jedoch, die jedes Grün bestens kennen, ist es nicht notwendig, drei Mal um das Grün herumzulaufen und ein Drama daraus zu machen. Wir kennen ja die Antwort auf die Fragen, die uns das Grün stellt.
 
Korrekt am Ball stehen
 
Nehmen wir an, Sie haben den 10-Meter-Putt perfekt gelesen. Die nächsten Schritte sind: Augen und Schultern parallel zur Puttlinie ausrichten und den Schlägerkopf so auf die Linie setzen, dass er durch den Ball genau Richtung Ziel schaut, auf der Sie den Ball rollen lassen wollen. Das tönt schwierig und ist es auch! Aber jetzt habe ich dafür ein gutes Hilfsmittel gefunden. Es gibt mir eine perfekte Rückkoppelung über meine Körper- und Augenposition. Nur dann bin ich in der Lage, einen lockeren und sicheren Schlag auszuführen. Das «Wunderding» heisst Iceblock Putter. Er sieht nicht gerade wie ein normaler Putter aus. Der Schlägerkopf ist speziell, sogar sehr speziell. Es ist ein rund 500 Gramm schwerer, rechteckiger und durchsichtiger Acrylblock. Ich stehe zum Ball und positioniere meine Augen über den Ball Richtung Puttlinie. Dann richte ich meine Schultern parallel zu meiner Augenlinie aus. Ich bringe den Putter in Position und richte ihn auf den Zielpunkt 130 Zentimeter rechts vom Loch aus. Mit jedem normalen Putter können Sie jetzt nur hoffen, dass Sie das richtig gesehen und die Richtung korrekt eingeschätzt haben. Oft sind wir aber unsicher, und das führt zu zweifelhaften Schlägen und verpassten Putts.                                                               Den Iceblock Putter lasse ich in dieser Position einfach stehen – er steht von selber. Ich bewege mich hinter den Ball und kontrolliere, ob meine Einschätzung – 130 Zentimeter rechts vom Loch – richtig war. Ich habe freie Sicht, da der Block ja durchsichtig ist. Klar kann man das nicht bei jedem Putt machen. Das gäbe dann gut und gerne eine 6-Stunden-Runde. Wenn Sie das aber einige Male pro Woche mit dem Iceblock Putter üben, zuhause oder auf dem Übungsgrün, werden Sie an Sicherheit und Selbstvertrauen gewinnen. Dann ist es nur noch eine Frage der Distanz, um mehr Putts zu lochen. Der Iceblock Putter gibt klare, ehrliche Antworten und kann Sie zu einem besseren Putter und glücklichen Golfspieler machen.
 
 
Der Schlag
 
Wenn Golfer ihre Putting-Schlagbewegung üben, nehmen sie das sehr ernst – und doch ist das der leichteste Teil! Wenn der Putter-Kopf bewegt wird, geht es nicht darum, eine erzwungene Bewegung rückwärts und vorwärts zu machen. Und schon gar nicht um eine roboterhafte Bewegung Ihrer Arme und Schultern. Beim Putting-Schlag geht es nur um das Gefühl für die Distanz, mit dem Sie den Ball über das Grün laufen lassen. Die ideale Distanz ist 40 Zentimeter über das Loch hinaus. Ich höre und lese viel über die Mechanik des Putting-Schlages. Ich finde es erstaunlich, wie viele Missverständnisse darüber herrschen. Wie ich am Anfang gesagt habe, braucht es eine gewisse Freude, um diesen Bewegungsablauf konstant gut zu machen. Aber wo ist das Vergnügen, wenn man versucht, dies wie ein Roboter zu tun? 
 
Das Gefühl

Sie haben die Puttlinie perfekt studiert, Sie stehen korrekt am Ball. Nun müssen Sie dem Ball mitteilen, dass er die oben beschriebenen 10,40 Meter über das Grün rollen soll. Aufwärts, seitwärts und vielleicht ein bisschen abwärts am Ende. Der einzige Weg, das erfolgreich zu machen, ist, sich zu entspannen. Hören Sie auf, sich zu konzentrieren. Überlassen Sie das Ihrem Instinkt. Wir alle haben Gefühl, aber wir vertrauen ihm nicht.  Nehmen Sie den Putter leicht und gefühlvoll in Ihre Hände, wie wenn Sie nur Fingerabdrücke auf dem Griff hinterlassen wollten. Mit den Augen über dem Ball und auf der Puttlinie, erlauben Sie Ihren Schultern und Armen, frei und locker herunterzuhängen. Schalten Sie Ihren bewussten Verstand aus und geben Sie Ihrem Körper die Chance, auf das Ziel zu reagieren. Distanzkontrolle können Sie weder organisieren noch lernen – Sie müssen sie fühlen!                                                            
Gehen Sie auf das Übungsgrün und schlagen Sie ein paar Bälle, locker und ohne Ziel. Fühlen Sie das Gewicht des Putters mit leichtem Griff. Achten Sie darauf, wie es sich anfühlt, wenn Sie mit dem Ball Kontakt haben. Da ist ein Sweetspot, den Sie konstant treffen müssen, um ein guter Putter zu werden. Wenn sich das alles gut anfühlt und Sie richtig Spass daran haben, den Ball über das Grün laufen zu lassen, ist es Zeit, mit dem ganzen Prozess zu starten, der zum perfekten Putt führt:
1. Puttlinie lesen
2. Körper und Putter entsprechend ausrichten
3. Lockern, ruhig atmen und loslassen
 
Wo der Verstand sein sollte
 
Wenn Sie ein grosser Putter werden wollen, müssen Sie das Putten lieben. Der Putter ist so entworfen, mit Gewicht, Loft und Griff, dass der Ball korrekt rollt. Ihr Teil ist es, das Rätsel zu lösen und herauszufinden, was das Grün mit Ihrem Ball macht, bevor er ins Loch fällt. Langes Gras, kurzes Gras und vielleicht eine alte Pitch-Marke auf dem Weg zum Grün. Das alles beeinflusst den Ball auf dem Weg zum Loch, wenn er an Geschwindigkeit verliert. Ärgerlich! Aber alles, was ich dazu eigentlich sagen will: Nehmen Sie es mit der nötigen Gelassenheit, denn niemand ist perfekt.
Kontrollieren Sie, was Sie können. Seien Sie aufmerksam, wie der Ball auf dem Grün läuft. Stellen Sie sicher, dass Sie korrekt am Ball stehen, und überprüfen Sie das. Es ist wichtig für das Selbstvertrauen. Wenn letztlich alles so ist, dass es für Sie stimmt, entspannen Sie sich, lächeln Sie, atmen Sie ruhig ein und aus, und los geht’s mit dem Ball. Das ist einer der schönsten Momente im Golfspiel.
 
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