Bossey Ladies Championship: Rominger auf Platz 3

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Caroline Rominger steigerte sich auch in der dritten Runde und kommt in Bossey auf den starken dritten Schlussrang. Die Spanierin Elia Folch holte sich ihren ersten Titel auf der LET-Access.

Die zweite Ausgabe des Bossey Ladies Championship der LET Access Tour, durch die Genfer Agentur Pitch&Play organisiert, war in jeder Hinsicht ein Erfolg mit einem perfekt hergerichteten Platz, Sonne die ganze Woche und Damengolf auf hohem Niveau. Die Spannung hielt bei der letzten Runde bis Loch Nr. 12 an. Die zwei Führenden, Sanna Nuutinen aus Finnland und die Spanierin Elia Folch, beide bei -8 vor der Entscheidung, lieferten sich ein unerbittliches Duell. Die Finnin lag 11 Schläge unter Par als ihr Schwung plötzlich ins Stocken geriet: Bogey auf der 12 (Par 3), Doppelbogey mit einem Out auf der 13, kurze Erholung mit einem Birdie auf Loch 14,  dann eine weiteres Doppelbogey auf der 16. Ihr Vorsprung war auf – 6 gesunken. Die Spanierin Elia Foch spielte währenddem quasi fehlerlos (vier Birdies und zwei Bogeys) und kam mit einer 69er-Karte ins Clubhaus (-11). Das reichte für ihren ersten Sieg auf der Profitour, nach einem zweiten Rang am VP Ladies Open von Gams im Frühsommer.
   
Während die grazile Katalonin mit starken Nerven ihren Grosserfolg feierte, versuchte Sanna Nuutinen ihren Frust wegen zwei «bad calls», zwei Fehlentscheidungen zu überwinden, die ihre Aussichten auf einen Start-Ziel-Sieg jäh beendeten. Es bleibt ihr der (schwache) Trost der besten Runde des Turniers mit der 63 am ersten Tag. Die Französin Emilie Alonso hat sich ihrerseits, vor allem mit ausgezeichneten Putts, schrittweise bis auf den zweiten Rang des Klassements hervorgearbeitet, bloss zwei Schläge hinter der Siegerin.
 
Solide Schweizerinnen
Mit einer ausgezeichneten 67er-Runde (nach 70 und 69) rückte Caroline Rominger auf den (mit der Britin Meghan Mclaren) geteilten dritten Rang vor. «Mein Spiel war die ganze Woche super solide, die Drives lang und gerade, ich habe eine Menge Greens in Regulation erreicht», kommentierte die Bündnerin, zufrieden mit ihrer Leistung vor dem nächsten LETAS-Turnier in Schweden. Melanie Mätzler, die zweite Schweizer Proette im Final, von ihrem Vater als Caddie begleitet, spielte ebenfalls ihr bestes Resultat in der letzten Runde mit 69 Schlägen (-2) und landete auf dem geteilten 22. Rang. «Ein Score unter Par ist immer willkommen. Mein langes und kurzes Spiel war solide», sagte die Ostschweizerin, die in Kürze in Kalifornien an einem Turnier de LPGA teilnimmt.
 
Die Amateurin Pauline Tainton beendete ihr erstes Profi-Turnier im 46. Rang. Ihr Highlight war das Score von -5 auf den Back nine in der zweiten Runde. Sie wird ein viertes und letztes Jahr in Florida studieren, aber nach der «Super Erfahrung» von Bossey hat sie vielleicht doch Lust, ihr Glück auf der Profi-Tour zu versuchen. 

Bossey Ladies Championship - 2018