Swiss Challenge: Schneider Show bis zum Schluss

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Marcel Schneider spielte auch die vierte Runde souverän und liess die Konkurrenz in Sempach bei seinem neuen Turnier-Rekord deutlich hinter sich. Nach seinem ersten Sieg auf der Challenge Tour wurde er "nass". Die vier Schweizer im Final fielen alle noch etwas zurück.

Der 28-jährige Deutsche war mit fünf Schlägen Vorsprung in den Final gestartet, schon am ersten Loch baute er seine Führung mit dem ersten Birdie des Tages nochmals aus. Schneider leistete sich zwar erstmals in einer Runde zwei Bogeys, unter anderem mit einem Wasserball auf Loch 12. Doch richtig gefährlich wurden die Gegner für den Routinier nie. Am Schluss war nicht mehr die Frage nach dem Sieger im Zentrum, sondern vor allem, ob der Turnierrekord von –22 Schlägen nach vier Runden unterboten werden kann. Der Bestwert ist bereits acht Jahre alt, aufgestellt vom Italiener Alessandro Tadini. Allerdings war damals der Platz als Par 72 geführt, mittlerweile ist der gleiche Parcours mit 71 Schlägen als Vorgabe zu bewältigen.
Schneider spielte seinen Ball auf dem letzten Loch etwas zu weit, landete im Bunker und rettete schliesslich das Par. Damit egalisierte der Deutsche den Turnierrekord und liess sich von den Kollegen mit einer Champagner-Dusche feiern. In absoluten Zahlen ist sein Sieg aber noch eindrücklicher. Mit total 262 Strokes für vier Runden spielte er besser als alle anderen vor ihm auf dem Woodside Course.
 
Schweizer fallen zurück
Wenig erfreulich verlief die Finalrunde für die verbliebenen vier Schweizer im Feld. Joel Girrbach spielte eine Par-Runde. „Mit dem ganzen Turnier kann ich einfach nicht zufrieden sein. Ich habe gemerkt, dass ich nach sechs Events in Folge etwas leer bin, so bin ich froh nun zwei Wochen Pause machen zu können“, sagt der Turniersieger vom Vorjahr. Obwohl er als Titelverteidiger an den Start ging, war die Swiss Challenge für Girrbach ein „Turnier wie jedes andere.“ „Es beginnt immer wieder bei Null und ich will bei jedem Event vorne mitspielen.“
Für Amateur Neal Woernhard war schon der erste Finaleinzug bei den Profis ein grosser Erfolg. Obwohl er in der Schlussrunde mit sechs über Par noch weit zurückgeworfen wurde, war er mit dem Gesamtergebnis höchst zufrieden. „Ich bin sehr zufrieden, den ersten Cut geschafft zu haben. Heute lief es vom ersten Schlag einfach nicht wie gewünscht und ich musste an jedem Loch kämpfen“, fasst er den schwierigen Schluss zusammen. „Solche Runden gibt es immer wieder, besser als Amateur, denn später wenn es um Geld geht“, sagt der 22-jährige Zürcher der im Herbst ins Profilager wechseln will.
Die beiden anderen Schweizer im Final Marc Dobias und Luca Galliano konnten im letzten Durchgang ebenfalls kein Terrain mehr gut machen. Dobias spielte am Sonntag die zweite Runde mit eins über Par, dies unter anderem mit dem vierten Bogey des Tages auf dem Schlussloch. Luca Galliano hatte auf den Backnine ebenfalls seine Probleme. Dort benötigte der Tessiner sieben Schläge mehr als am Vortag. Statt einer Dreier-Serie von Birdies begann er die zweite Hälfte der Runde mit Bogey, Bogey und Doppelbogey... Die 4 auf der letzten Bahn war übrigens sein einziges Par auf den abschliessenden neun Löchern...

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Swiss Challenge by ASG - 2018