Métraux-Sisters ab sofort Profi-Golferinnen

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Nach ihrer höchst erfolgreichen Zeit als Amateurinnen wechseln die beiden Westschweizer Schwestern Kim und Morgane Métraux nun ins Profilager. Die 21-jährige Morgane (links) bleibt in den USA und startet auf der Symetra Tour, Kim (23) beginnt ihre Profikarriere zunächst in Europa.

Die beiden Lausannerinnen holten für die Schweiz unter anderem Silber an den Weltmeisterschaften 2016, je einmal Silber und Bronze an der EM. Dazu kommen bei beiden viele individuelle Erfolge, zuletzt im College Golf in den USA. Der fünfte Rang von Morgane Métraux in der Einzelwertung beim grossen Final im Mai war das beste Ergebnis einer Schweizerin, gleichzeitig der grösste Erfolg in der Geschichte der Universität Florida State.
Beide haben zudem ihr Studium in den USA mit Bravour beendet. «Nun fühlen wir uns bereit für den nächsten grossen Schritt», sagen sie unisono. Wegen ihrem guten Abschneiden bei der Q-School 2017 kann Morgane Métraux im Juni direkt auf der Symetra Tour in den USA starten. Dort qualifizieren sich die besten 15 Ende Jahr für die lukrative LPGA.
Ihr Schwester Kim war an der Q-School krank, erspielte sich aber immerhin ein eingeschränktes Spielrecht auf der Symetra Tour. «Ich habe für fünf Events der LET Access Tour eine Einladung erhalten, deshalb spiele ich nun vorerst zwei Monate in Europa, bis ich im August wieder nach Florida zurückkehre», erklärt Métraux zu ihren kurzfristigen Plänen. Im Herbst will auch sie möglichst oft in den USA spielen und sich für die Q-School optimal vorbereiten.
Beim Start ins Profileben helfen unter anderem der Waadtländer Sportfonds und die Sporthilfe, nun müsse man weitere Sponsoren suchen, erläutert Vater Olivier Metraux. Aktuell ist er mit seiner Frau in Florida und sie helfen den beiden Töchtern beim Umzug. Sie wohnen nun im Lake Nona Golf&Country Club in Florida. Dort treffen sie höchstwahrscheinlich auf Golfstars wie Henrik Stenson, Ian Poulter oder die Neuseeländerin Lydia Ko. Sie und andere Profis nutzten die Basis in Orlando zwischen den Turnieren.