56. Open de Portugal: Girrbach in den Top-10

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Joel Girrbach kämpfte sich nach einer enttäuschenden dritten Runde im Final wieder in Top-10. Amateur Jeremy Freiburghaus spielte in Portugal lang stark auf, verlor am Schluss aber mächtig an Terrain.

Wechselbad der Gefühle für die Schweizer am 56. Open de Portugal der Challenge Tour. Joel Girrbach war bei Halbzeit noch auf Rang zwei gelegen, verspielte seine Sieges-Chance aber mit der hohen 77 am Moving Day. Zum Schluss zeigte er mit der 69, das zweitbeste Resultat des Turniers. Unter anderem mit einem Eagle auf Bahn 7. «Nach einem sehr enttäuschenden dritten Tag, an dem bei starkem Wind wirklich gar nichts passte, konnte ich mich nochmals gut zurückkämpfen. Vor allem mein langes Spiel war viel besser», kommentiert der Thurgauer. Trotzdem sei er mit dem Resultat am Wochenende von total +2 nicht zufrieden. «Diese Woche hatte ich definitiv die Chance ganz vorne mitzumischen. Dennoch geht es in die richtige Richtung und das stimmt mich positiv für die nächsten Turniere.»

Freiburghaus zeitweise ganz vorn
Amateur Jeremy Freiburghaus war mit einer Wildcard auf der Challenge Tour am Start. Er begann das Turnier mit einem frühen Doppelbogey auf Bahn 3. (Auch) das über 560 Meter lange Par 5 spielte der Bündner von Runde zu Runde besser. Hier steigerte sich Freiburghaus zu Bogey, Birdie und schliesslich einem Eagle in der Schlussrunde. «Aus 256 Meter habe ich mein Eisen vier genommen, den Ball fünf Meter an die Fahne gehauen und den Putt gelocht», freut er sich über den Anfang seiner Aufholjagd in der Finalrunde. Bei Halbzeit lag der Spieler vom GC Domat Ems bei -2 und kurze Zeit tauchte er als Dritter (!) im Leaderboard ganz weit oben auf. Dann ging es allerdings schneller als dem bald 22-jährigen lieb war. Auf der 13 sprang sein Ball fast im rechten Winkel ins hohe Rough, daraus resultierte ein Doppelbogey. Auf der 16 war er «zu aggressiv vom Tee», knallte den Abschlag ins Out und musste sich schliesslich eine 8 notieren. So summierten sich alleine auf den Backnine sechs Schläge zu viel. Freiburghaus verlor 22 Plätze und landete schliesslich auf dem 35. Schlussrang.
Trotzdem war der Auftritt für den Amateur ein Erfolg. Er schaffte erstmals auf der Challenge Tour den Cut. «Auch wenn mit einem weniger enttäuschenden Schluss sicher mehr drin gelegen wäre.»
Als dritter von vier Schweizern hatte sich Raphaël de Sousa für den Cut qualifiziert. Der Westschweizer, ebenfalls mit einer Wildcard am Start, verbesserte sich jeden Tag, spielte Ergebnisse von 74, 72 und 70 Schlägen. Im Final erging es ihm aber genau gleich wie Freiburghaus, mit der 76 verlor er deutlich an Terrain und klassierte sich als 45. im Feld.
 
Als einziger Schweizer frühzeitig ausgeschieden ist der Zürcher Profi Marco Iten, der mit zwei Schlägen am Cut scheiterte. Sein Kommentar: «Bei mir wollte diese Woche erneut nicht viel zusammenpassen. Ich habe zwar solides Golf gespielt, aber auf den Grüns ging sehr wenig.»
  
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