Pro Golf: Marco Iten vor dem Aufstieg

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Ein Turnier vor Saisonende bleibt Marco Iten auf einem Aufstiegsplatz in die Challenge Tour. In Polen kam der Zürcher auf den geteilten 13. Rang. Bester Schweizer beim Wroclaw Open war Mathias Eggenberger auf Platz 10.

Wäre das letzte Turnier der Pro Golf Tour ein „normales“ Turnier mit 30 000 Euro Preisgeld, so könnte Marco Iten nicht mehr aus den Top 5 gedrängt werden. Ende September geht es bei der Tour Championship aber um 50 000 Euro. Damit ist der Aufstieg auf die Challenge Tour für den Neo-Profi noch nicht fix. „Ich habe es selber in der Hand, mit einem weiteren Top 10 Platz kann mir sicher nichts passieren“, erklärt der 27-jährige Zürcher direkt nach dem zweitletzten Turnier in Polen. Im Verlauf der Saison hatte Iten zwei Turniere auf der Pro Golf Tour gewinnen können, dazu einige gute Resultate auf der Challenge Tour abgeliefert. „Mit dem ersten Jahr bin ich sicher zufrieden, endgültig gratulieren zum Aufstieg, lasse ich mir erst, wenn es definitiv ist“, sagte Iten diesen Herbst auch in einer grossen Geschichte im Tages-Anzeiger. „Ich versuche so gut wie möglich zu spielen und schaue nicht gross auf die direkten Konkurrenten um den Aufstieg“, formuliert es der Neo-Profi vor der finalen Entscheidung.
In Polen musste Iten immer wieder um seine gute Ausgangslage kämpfen. So etwa als er i Finaldurchgang auf den ersten beiden Bahnen einen Ball ins Out knallte. Auf dem Startloch musste er gleich ein Triplebogey kassieren, auf Bahn 2 rettete ihn ein Birdie mit dem zweiten Ball noch zum Bogey. Vor allem auf den Backnine drehte Iten nochmals auf und rettete die Par-Runde. Mit total fünf unter Par nach drei Runden bedeutet dies den 13. Rang. „Es war solide aber nicht mehr“, fasst Iten die Tage in Polen zusammen.
Im Gradi Golf Club ist weniger Länge, als viel mehr Präzision gefragt. Unzählige Wasserhindernisse und viel Out bestrafen die schlechten Schläge. Vor allem dank der 65 oder fünf unter Par am ersten Tag hatte sich Mathias Eggenberger mit an der Spitze etablieren können. In den zwei weiteren Runden landete auch beim Bad Ragazer der eine oder andere Ball im Wasser. Im Final verlor er alleine auf den Bahnen acht bis zehn vier Schläge und blieb damit erstmals über Par. Trotzdem reichte es Eggenberger für den zweiten Top 10-Rang in dieser Saison. "Die letzte Runde war leider nicht so wie erhofft. Aber das Turnier ging in die richtige Richtung. Jetzt heisst es das Positive mitzunehmen und ein paar fehler verbessern", kommentierte Eggenberger.

 
Mit Frederic Svanberg und Alain Jeanrenaud qualifizierten sich auch die beiden anderen Schweizer Profis im Feld für den Cut der besten 40 Profis. Svanberg beendete das Turnier mit +1 auf dem 28. Rang, Jeanrenaud benötigte drei Schläge mehr und kam auf den 36. Schlussrang.
 
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