Pro Golf Tour: Zweiter Sieg für Marco Iten

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Der Zürcher Marco Iten ist der Gewinner der Gut Bissenmoor Classic 2017. Nun fehlt dem 27-Jährigen noch ein Sieg für den direkten Aufstieg auf die Challenge Tour.

Vor allem er selbst war wohl überrascht, nach 54 Löchern ganz oben auf dem Siegerpodest zu stehen: Mit gesamt 7 unter Par nach Runden von 67, 71 und 68 Schlägen hat Marco Iten die Gut Bissenmoor Classic 2017 gewonnen. In der Finalrunde schob sich der Neo-Profi an allen Kontrahenten vorbei, verwies letztlich den Neusser Finn Fleer (64, 70, 73) auf Rang 2 und feierte in Bad Bramstadt seinen zweiten Saisonerfolg. „Das hatte ich so gar nicht auf dem Zettel“, sagte der Sieger direkt nach dem Turnier.
 
„Ich war ziemlich überrascht, dass da keiner mehr vorbei gekommen ist“, gestand Marco Iten, als er als Sieger fest stand. Solides Golf hatte er in Bad Bramstedt gezeigt, mit exzellenten Drives am ersten Tag die Grundlage für eine 67er-Runde und Rang 3 gelegt, und sich in Durchgang 2 durch starke Up & downs Position 5 erkämpft; mit zwei Schlägen Vorsprung lag der Deutsche Finn Fleer an den ersten beiden Turniertagen jeweils souverän an der Spitze des Feldes. Doch während Fleer in der Finalrunde nicht seine Bestleistung abrufen konnte und bei Wind- und Regenwetter auf dem Par-71-Platz des Golf & Country Club Gut Bissenmoor letztlich eine 73er-Runde inklusive Triple-Bogey an Bahn 14 spielte, liess Iten nicht locker. Er trotzte dem „wirklich absolut ekligen Wetter“ (Iten), traf viele Grüns in Regulation, machte wie schon in den Tagen zuvor wenige Fehler, nutzte seine Birdiechancen und unterschrieb am Ende mit 68 Schlägen nicht nur die beste Runde des Finaltags sondern konnte auch unverhofft den Siegerpokal entgegen nehmen.
 
Selbstvertrauen nach dem zweiten Sieg
 
„Ich dachte, dass die Führenden so bei 8 oder 9 unter Par liegen und habe mir selbst nach Bahn 16, wo mir ein schönes Birdie gelungen ist, noch keine grossen Hoffnungen auf den Titel gemacht“, sagte Iten. Umso glücklicher nahm er wenig später die Glückwünsche und den Sieger-Scheck über 5000 Euro in Empfang. Anfang März hatte der Professional aus Niederglatt bereits die Open Madaef gewonnen; der zweite Saisonsieg bringt ihn nun auf Platz 4 der Rangliste und versetzt ihn in die Lage, mit dem nächsten Triumph direkt auf die Challenge Tour aufzusteigen. „Das ist natürlich eine schöne Option, und dieser zweite Sieg bringt viel Selbstvertrauen. Aber ich werde jetzt deshalb nichts gross ändern in meine Vorbereitung auf die nächsten Turniere.“
 
Die Chance, mit dem dritten Saisonsieg den Aufstiegs-Turbo zu zünden, haben er und auch der Engländer Ben Parker, der in diesem Jahr ebenfalls schon zwei Turniere für sich entscheiden konnte, in der kommenden Woche bei der Starnberg Open 2017. Vom 16. bis 18. August gastiert die Pro Golf Tour erstmals im GC Starnberg im bayerischen Fünfseenland.