5. Golfsuisse Forum: Die Highlights

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Am 4. und 5. März fand in Bern das 5. Golfsuisse Forum statt. Hier einige Highlights vom Treffen der Entscheidungsträger.

Moderiert wurde der Jubiläums-Anlass von Fernsehmann Rainer Maria Salzgeber. Nach einem kurzen Interview mit ASG-Präsident Reto Bieler startete Extrem-Segler Stève Ravussin das Forum mit einem Blick auf die Weltmeere. Sein Thema: Die Planung für das Unvorhersehbare und der Vergleich mit Golf. Für ihn zentral: «Man muss nur nach vorne schauen und die Angst blockieren.»
Die Vertreter von ASGI und Migros Golfcard stellten ihre Pläne für die künftige Förderung des Schweizer Golfs vor. Beide wollen rund eine Million Franken in diverse Projekte stecken. Die Clubs können sich mit eigenen Ideen bei den beiden Public Golf Organisationen melden, um finanzielle Unterstützung für einzelne Projekte zu erhalten. Bei einem Ja zur geplanten Statutenrevision wird es künftig auch einen gemeinsamen Fonds zur Sportförderung geben. 
Beim Golfsuisse Forum stellten sich die Verantwortlichen der ASG, Barbara Albisetti, der ASGI, Pascal Germanier und Hans-Peter Schild von der Migros erstmals gemeinsam den Fragen des Publikums. Alle drei betonten die grosse Bedeutung des gemeinsamen Kompromisses, über den die Delegierten-Versammlung der ASG am 16. März abstimmen.

Der Sportdirektor von Lausanne Sport, Pablo Iglesias, präsentierte das Förderungskonzept im nationalen Fussball und betonte, dass viele Schweizer Junioren eher zu viel statt zu wenig trainieren. «Bei uns zählt eher die Quantität als die Qualität», fasst er zusammen.
Beim gemeinsamen, äusserst feinen Abendessen im Kornhauskeller folgten intensive Gespräche und Begegnungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

«Rolls Royce bestellen, für einen Käfer zahlen»
Der zweite Tag begann mit einem Blick in die «digitale Zukunft». Karin Frick vom GDI sprach unter anderem von der «Hyper-Individualisierung», die bis zur Einsamkeit reichen könne. Dabei wisse man mittlerweile, dass soziale Kontakte für die Gesundheit noch wichtiger seien, als genügend Bewegung. Für die passionierte Marathon-Läuferin und «Nicht-Golferin» Frick bieten die Golfclubs die «ideale Kombination» von Erlebnissen und sozialen Kontakten. Damit sei auch das Restaurant in einem Club «zentral» fügte sie an. Für viele Golfclubs ist die eigene Gastronomie aber ein «Dauerthema der Diskussionen», wie es Urs Messerli, der langjährige Pächter im Golfclub Blumisberg ausdrückte. Auf den Punkt gebracht möchten viele Kunden einen «Rolls Royce bestellen, aber nur für einen VW-Käfer bezahlen». Die Bedürfnisse der Kunden seien mittlerweile so verschieden, dass man es schlicht nicht allen gleichzeitig recht machen könne, weiss Messerli aus seiner Erfahrung.
Im Golfclub Lipperswil habe man in 20 Jahren noch nie ein ausgeglichenes Ergebnis im Restaurant erzielen können, sagt Manager Ian Gibbons. Dabei kommen schon jetzt mehr als 50 Prozent der Einnahmen von Nicht-Golfern, etwa durch Bankette etc. Im Wylihof sind es mittlerweile schon gut 60 Prozent, die von externen Kunden generiert werden. 
Kevin Barker, Director «Golfentwicklung» bei der R&A präsentierte unter anderem die Initiative mehr Frauen zum Golf, aber auch in die Führungsgremien der Golfclubs zu bringen. Marc Held von Graubünden Tourismus stellte die neueste Werbekampagne für Golfen im Bündnerland vor und Turnierdirektor Yves Mittaz präsentierte unter anderem die neusten Umbau-Projekte zur Vorbereitung der Jubiläums-Ausgabe des Omega European Masters in Crans-Montana. 1939 fand das damalige Swiss Open erstmals im Wallis statt. Mittlerweile ist es nach dem Masters in Augusta, das zweitälteste Turnier der Welt, dass immer am gleichen Ort stattfindet. In den letzten Jahren habe man insgesamt 16 Millionen Franken, allein in den Platzumbau investiert. Aktuell werden nochmals vier Bahnen komplett neu aufgebaut und angepasst. 
 
Die einzelnen Präsentationen können per Mail bei info@asg.ch angefordert werden.  
 

Swiss Golf Forum Bern - Impressionen 2019