Omnium Suisse: Galliano und Moosmann siegen klar

image description
Nächster Titel für die Zuger Juniorin Elena Moosmann. Sie gewinnt die offenen Schweizermeisterschaften für Amateurinnen und Profis in Montreux überlegen. Bei den Männern setzte sich Profi Luca Galliano unter anderem dank einem Platzrekord durch.

Nach den diversen Siegen an Regionalmeisterschaften ging die 16-jährige Moosmann als Favoritin ans Omnium Suisse. Nach der ersten von vier Runden lag sie «nur» auf dem vierten Rang. Dann drehte die Spielerin vom GC Ennetsee aber mächtig auf. Mit einer fehlerfreien 66-er Runde oder sechs unter Par übernahm sie schon bei Halbzeit die Spitze. Danach war es ein reines «Showlaufen». Moosmann vergrösserte ihren Vorsprung auf die engsten Konkurrentinnen bis am Schluss auf 10 und mehr Schläge. Die Zugerin war als einzige unter Par geblieben (-8). Yael Berger, die Führende nach dem ersten Durchgang beendete die vier Durchgänge mit total +2 und kam auf Platz zwei.
 
Späte Aufholjagd von De Sousa 
Im deutlich grösseren Feld der Männer sah es sehr lange ebenfalls nach einen glasklarer Sieger aus. Luca Galliano lag bei Halbzeit bereits sechs Schläge vor Amateur Maxime Muraca. Der Profi, der zuletzt an der Swiss Challenge den Cut geschafft hatte, glänzte am zweiten Tag mit einem neuen Platzrekord von 64 Schlägen. Die bisherige Bestmarke von 65 Strokes von James Johnson war übrigens am Omnium Suisse vor acht Jahren und ebenfalls in der zweiten Runde. 
Nach dem Cut vergrösserte Galliano seinen Vorsprung sogar noch auf acht Schläge und die Spannung für die nachmittägliche Finalrunde schien weg. Dank zweier später Birdies auf den abschliessenden beiden Bahnen blieb der Tessiner auch im vierten Durchgang unter Platzvorgabe. Das ergibt ein Total von -20 unter Par.
Der Westschweizer Profi Raphaël de Sousa machte allerdings noch mächtig Druck. De Sousa spielte die zweitbeste Runde des Turniers und kam mit der 65-er Karte noch bis an drei Schläge an Galliano heran. Allerdings kam seine Aufholjagd mit -5 auf den abschliessenden fünf Bahnen etwas zu spät. Den möglichen Titel hatte er sich im dritten Durchgang verspielt, dies mit einem Doppelpar auf Bahn 13. Die nachfolgenden fünf Löcher absolvierte der Routinier dann sogar mit sechs (!) unter Par.
Dritter wurde der Deutsche Mauro Anderi, der für den Golf Club St. Leon-Rot spielt. Anderi spielte Runden von 72, 67, 67 und 70 Strokes. Damit sicherte er sich drei Schläge Vorsprung auf den nächsten Profi (Jean-Luc Burnier).

Hier geht es direkt zum Livescoring.

Omnium Suisse 2018 - Montreux