122. Amateur Championship: Perry Cohen klar im Matchplay

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Mit zwei Runden unter Par qualifiziert sich „Neo“-Nationalspieler Perry Cohen bei der Amateur Championship in England als einziger Schweizer für das Final der besten 64 von insgesamt 288 Spitzenamateuren.

Der Sieger wird im Juli bei der 146. Open in Royal Birkdale mit den Profis mitspielen können und er wird traditionellerweise zum Masters eingeladen. Entsprechend stark ist das Feld auch bei der 122. Austragung der Amateur Championship in Royal St George und Prince in Kent. Mitten drin etabliert sich Perry Cohen auf dem sehr guten 22. Rang nach der Qualifikation. Der amerikanisch-schweizerische Doppelbürger hatte bei der Swiss Challenge erstmals in den Farben der ASG gespielt, nun glänzte er in England mit zwei Runden unter Par. Auf dem anspruchsvolleren Royal St George hatte er am ersten Tag äusserst solide begonnen, mit acht Par und einem Birdie. Auf dem leichteren Prince-Course startete er deutlich „wilder“: Drei Birdies, ein Eagle und zwei Bogeys brachten ihn schon bei Halbzeit drei unter Par. Mit einem doppelten Schlagverlust wurde der „Neo“-Nationalspieler etwas zurückgebunden, doch blieb er stets unter Par. Mit der 71-er Runde machte er nochmals 14. Ränge gut und qualifiziert sich mit dem Gesamtscore von drei unter Par locker für den Cut. Dort spielen die besten 64 Amateure im Matchplay-Modus um den begehrten Titel.
 
Andere Schweizer ausgeschieden
Die übrigen Schweizer in England konnten die traumhaften Bedingungen nicht nutzen und schieden klar aus. Jérémy Freiburghaus steigerte sich nach der enttäuschenden 76 immerhin deutlich. Die 71-er Runde bringt den jungen Bündner noch unter die besten 200. Alle anderen Schweizer klassierten sich mit Scores von 6 und mehr über Par nach zwei Runden im hintersten Drittel des Feldes. „Nun ruhen alle Hoffnungen auf Perry Cohen“, kommentiert Coach Marc Campos die Ausgangslage vor dem Matchplay. Er hat „sehr solide gespielt und in ihm steckt noch viel Potenzial“, freut sich Campos über den Zwischenerfolg nach der Qualifikation. „Mit dem Matchplay beginnt das Turnier richtig und ich glaube, Cohen hat eine Chance sich weit nach vorne zu spielen.“
Das ganze Team bleibt bis zu den Team-Europameisterschaften in England, Jérémy Freiburghaus unterstützt Cohen bei den Direktduellen als Caddie. Als Collegegolfer ist sich der amerikanisch-schweizerische Doppelbürger keine Hilfe gewohnt. Auch bei der Swiss Challenge ging er alleine und mit dem Bag auf dem Rücken über den Platz. „Ich kenne nichts Anderes und es macht mir absolut nichts aus“, sagte der 21-Jährige auf die Frage, wieso er, anders als die meisten Profis auf der Challengetour, keinen Push-Cart benützt.
 
Livescoring Matchplay