FAQ Handicap-Reform

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Das Handicap-System wird ab der Saison 2016 einfacher. Hier nochmals die wichtigsten Fragen und Antworten auf einen Blick.

Die ASG informierte bereits im Sommer über die Neuerungen. Hier nochmals die wichtigsten Fragen und Antworten zur Reform des Handicaps, welche ab nächster Saison gilt.

Was sind die wichtigsten Änderungen für einen Durchschnitt-Golfer?
Die Aufteilung zwischen aktivem und inaktivem Handicap wird aufgehoben.  Für die höheren Handicaps (ab 18,5) werden die Handicaps nur noch am Jahresende und nicht nach jedem Turnier nach oben verändert. Verbessert kann das Handicap selbstverständlich nach jedem Turnier oder EDS-Karte werden. Die Anpassung der Pufferzonen (CBA) entfällt. Bei den tieferen Handicaps ändert sich wenig. Einzig der Algorithmus für die CBA-Berechnung wurde verfeinert und die Reduktion -3 und -4 gestrichen. Neu können Spieler mit Handicap 4,5 bis 11,4 auch handicapwirksame 9-Loch-Turniere bestreiten.
 
Welches Ziel verfolgt die ASG mit der Handicap-Reform 2016?
Das Ziel heisst „Mehr Golf spielende Golfer“ mehr Teilnehmer an den Turnieren und mehr Freude und Spass. Zudem soll das System einfacher und flexibler sein.
  
Warum brauche ich überhaupt ein Handicap?
Oberstes Ziel eines jeden Handicap Systems ist die Chancengleichheit. Das Handicap ermöglicht Spielern mit unterschiedlicher Spielstärke ein faires Match gegeneinander austragen zu können. Die Oma kann sich also mit ihrem Sohn und Enkel messen. 
 
Was ändert sich für bisherige Platzreife-Spieler?
Sie erhalten ab der neuen Saison automatisch ein Handicap 54 oder tiefer. Ob ein Spieler ein erstes Handicap zwischen 37 und 54 erhält, hängt von seinen Turnier-und EDS-Resultaten aus den Jahren 2014 und 2015 ab.
 
Gibt es auch in Zukunft eine Platzreife-Prüfung?
Ja, diese wird es auch in Zukunft geben. Bei der Prüfung wird stärker darauf geachtet, dass der Golfeinsteiger zügig spielt, sich sicher auf dem Golfplatz bewegt, sich selber und andere Golfspieler nicht gefährdet und über grundsätzliche Regelkenntnisse verfügt.
 
Wie gelange ich zu meinem ersten Handicap?
Nach bestandener Platzreife-Prüfung können Spieler an Turnieren teilnehmen oder sich EDS-Karten schreiben lassen. Es genügt ein Resultat über 18 oder 9 Loch. 
 
Warum gibt es eine neue Handicap Kategorie 37 – 54?
Diese neue Kategorie entspricht einem Bedürfnis. In vielen europäischen Ländern existiert diese bereits seit längerem. Die Erfahrungen waren durchwegs sehr positiv. Die Golfer werden ein schnelleres Erfolgserlebnis haben und sehen können, wie sich ihr Handicap entwickelt. In dieser Kategorie werden die Handicaps in ganzen Schlägen heruntergespielt und nur auf ausdrücklichen Wunsch des Spielers nach oben korrigiert.

Warum liegt die Grenze bei Handicap 18.5, respektive werden dort die Handicaps nicht mehr nach jedem Turnier angepasst?
Spieler mit einem Handicap von 18.5 und höher spielen nur jede zehnte Runde ihr Handicap. In der Vergangenheit wurde das Handicap neun Mal 0.1 nach oben korrigiert und erst bei der 10. Runde wieder nach unten. Das war nicht sehr motivierend. Mit Ausnahme von Deutschland entschieden sich auch all unsere Nachbarn für die Grenze von 18.5. Man muss wissen, dass rund 80 Prozent der Golferinnen und Golfer in der Schweiz dieses oder ein höheres Handicap haben.
 
Schafft das neue System nicht zwei unterschiedliche Qualitäten von Handicaps?
Das System ist durchgängig. Es will aber oben grosszügig und unten präzise sein.
 
Bisher hiess es, das Handicap müsse dem Spielpotenzial entsprechen, gilt das jetzt nicht mehr?
Die grundsätzliche Aussage bleibt unverändert richtig. Das Handicap soll das Potential eines Spielers und nicht den Durchschnitt zeigen.
 
Wird das Handicap in Zukunft eingefroren werden?
Nein. Mit Ausnahme von 37 und höher kennt das System kein „einfrieren“.
 
Kann das Handicap mit dem lokalen Handicap-Komitee verhandelt werden?
Nein, das Handicap ist nicht verhandelbar. Der Computer berechnet das dem Potential entsprechende Handicap und schlägt dies dem Komitee vor. Die ASG empfiehlt mit Nachdruck, diesen Vorschlag nur in begründeten Ausnahmesituationen zu ändern.
 
Kann ich mein Handicap unterjährig überprüfen lassen?
Sollte das Handicap nicht dem Potential des Spielers entsprechen, kann dieser jederzeit eine Überprüfung beantragen.