Allgemeine Regeln für alle Meisterschaften, die unter der Leitung der ASG durchgeführt werden

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Index


1) EINFÜHRUNG
2) REGELN

3) MEISTERSCHAFTSKOMITEE
4) ORGANISATION DER MEISTERSCHAFT
5) GOLF CARTS

6) GOLFSCHUHE

7) ENTFERNUNGSMESSER (R 14-3)

8) SPEZIFIKATION DES BALLS UND DER GOLFSCHLÄGER




1) EINFÜHRUNG
Die unten aufgeführten Regeln sind verbindlich für alle Meisterschaften der Association Suisse de Golf.

  • Nationale Amateurmeisterschaften Herren / Damen
  • Internationale Schweizer Amateurmeisterschaften Herren / Damen
  • Schweizerische Omnium-Meisterschaften Amateure /Damen /MidAmateure/ MidAm /Damen
  • Schweizermeisterschaften Junioren
  • Regionalen Meisterschaften (Ost- Zentral- und Westschweiz)
  • Schweizerische Omnium-Meisterschaften der Senioren / Seniorinnen
b) Andere Meisterschaften
  • Jede in der Schweiz durchgeführte Meisterschaft, die für den Order of Merit zählt (Damen, Herren, Boys, Girls, Senioren, Seniorinnen, Mid-Am);
  • Jede in der Schweiz durchgeführte Meisterschaft, die im offiziellen ASG-Kalender aufgeführt ist
  • Die Schweizerischen Interclub-Meisterschaften
  • Coupe Helvétique
Die organisierenden Clubs der Meisterschaften unter 1a) und 1b) sind für das Befolgen der Reglemente und Richtlinien der ASG verantwortlich. Diese Regeln vervollständigen die Sonderreglemente, die für jeden Wettkampf der ASG aufgestellt worden sind.
Die Profi-Turniere (European Tour, Challenge Tour, Ladies Tour) sowie die von der Swiss PGA oder der European Golf Association (EGA) organisierten Turniere unterstehen ihren eigenen Reglementen.


2) REGELN

Die ASG anerkennt prioritär die vom R&A aufgestellten Regeln. Die vorliegenden allgemeinen Regeln sowie die unten aufgeführten Sonderreglemente für die entsprechende Meisterschaft ergänzen diese Regeln. Die Richtlinien der Swiss Olympic Association über Doping sind für die obengenannten Wettkämpfe verbindlich.


3) MEISTERSCHAFTSKOMITEE

Das Meisterschaftskomitee ist für die gesamte Organisation und die Durchführung der Wettkämpfe sowie für die Befolgung der Golfregeln und der allgemeinen und besonderen ASG-Regeln verantwortlich. Im Übrigen entscheidet das Komitee sämtliche während des Spieles auftretenden Streitfälle.
Die ASG-Meisterschaften werden von einem Meisterschaftskomitee geleitet, welches sich folgendermassen zusammensetzt:
  • 1 oder 2 Delegierte der ASG, von der ASG ernannt
  • 1 offizieller Schiedsrichter, von der ASG ernannt
  • Mindestens 2 Vertreter des organisierenden Clubs, vom Club ernannt
Bei der Entscheidungsfindung gibt der ASG-Delegierte den Ausschlag. Wenn nötig dürfen Abweichungen von den allgemeinen oder besonderen ASG-Regeln bewilligt werden; dabei dürfen die vom R&A erlassenen Regeln nicht missachtet werden.

b) Andere Meisterschaften
Diese Meisterschaften werden von einem Meisterschaftskomitee geleitet, bestehend aus
  • 1 offizieller Schiedsrichter, von der ASG ernannt
  • Mindestens 2 Delegierte des organisierenden Clubs, vom Club ernannt
4) ORGANISATION DER MEISTERSCHAFT

a) Anmeldung

Die Spieler mit einer ASG ID-Nummer melden sich prinzipiell online an (www.golfsuisse.ch); Spieler, die keinen Zugang zum ASG-Intranet haben, können sich per Email anmelden. Das Meisterschaftskomitee kann frei entscheiden, ob es eine Anmeldung annehmen oder ablehnen will. Bei weniger als 9 Anmeldungen wird das Turnier abgesagt und kein Titel vergeben. Es darf keine Score-Karte ausgegeben werden, solange die Anmeldegebühr eines Spielers nicht bezahlt worden ist.

b) Rücktritt vor Anfang der Meisterschaft – no show

Wenn ein angemeldeter Spieler nicht am Wettkampf teilnehmen kann, muss er dies schriftlich und vor Ausgabe der Startliste melden. Ein Spieler, der nicht am Start erscheint, muss seine Anmeldegebühr trotzdem bezahlen. Falls dieses ein zweites Mal geschieht, kann das ASG Championship Committee Strafmassnahmen gegenüber dem Spieler ergreifen.

c) Handicaps

Es werden nur solche Handicaps anerkannt, die gemäss den geltenden Regeln der ASG errungen worden sind. Der organisierende Club hat jederzeit das Recht, von einem Spieler eine Bestätigung seines Handicaps zu verlangen.

Generell werden die Meisterschaften ohne Berücksichtigung des Handicaps gespielt, ausser gegenteiligen Bestimmungen in den Sonderreglementen der ASG. Bei Wettspielen, die über mehrere Runden gespielt werden, wird das Handicap erst nach Ende des Turniers angepasst.

d) Vorbereitung des Platzes (s. auch Richtlinien zur Platzvorbereitung für Meisterschaften)

Das Meisterschaftskomitee ist verantwortlich für die Befolgung der ASG-Richtlinien bei der Vorbereitung des Platzes für Meisterschaften des ASG-Kalenders. Bei einem Stroke Play Meisterschaft dürfen nach Anfang einer Runde keine Änderungen mehr am Platz vorgenommen werden (ausser solche, die von den Golfregeln ausdrücklich erlaubt sind).

e) Offizielle(r) Schiedsrichter

Der offizielle Schiedsrichter ist allein verantwortlich für die Markierung des Platzes und die Ausarbeitung der Platzregeln (Local Rules). Das Meisterschaftskomitee überwacht insbesondere die Verteilung der Local Rules, die Organisation des Schiedsrichteramts und, eventuell in Zusammenarbeit mit dem Schiedsrichter die Platzierung der Pin positions. Der organisierende Club muss dem Schiedsrichter ein Golf-Cart und Walkie-Talkies zur Verfügung stellen.
 
Der Schiedsrichter unterrichtet die Helfer genau über ihre Pflichten (s. Pflichtenheft für Starter, Scorer und Forecaddies). Der Schiedsrichter entscheidet über eventuell auftretende Streitfälle, ausser er überträgt die Entscheidung an das Meisterschaftskomitee. Gegen die Entscheidung des Schiedsrichters oder die des Meisterschaftskomitees kann kein Einspruch erhoben werden.

f) „Draw“

Der Draw muss gemäss der unten stehenden Anweisungen ausgeführt und vor seiner Veröffentlichung einem Vertreter des ASG Championship Committees oder dem Sekretariat der ASG zur Kontrolle vorgelegt werden.
Die Startliste muss spätestens zwei Tage vor Beginn der Meisterschaft um 14 Uhr zur Verfügung stehen. Ohne gegenteilige Bestimmung in den ASG-Sonderreglementen nimmt das Meisterschaftskomitee den Draw wie folgt vor:
 
  • Match Play
Finden eine oder zwei Qualifikationsrunden statt, so werden die qualifizierten Spieler entsprechend den Resultaten der Qualifikationsrunde(n) eingetragen. Die Platzierung der Spieler erfolgt anhand der folgenden Tabellen:

Tabelle  1-16                    
1 16 8 9 4 13 5 12 2 15 7 10 3 14 6 11
                               
Tabelle  1-32                    
1 32 16 17 8 25 9 24 4 29 13 20 5 28 12 21
2 31 15 18 7 26 10 23 3 30 14 19 6 27 11 22
                               
Tabelle  1-64                    
1 64 32 33 16 49 17 48 8 57 25 40 9 56 24 41
4 61 29 36 13 52 20 45 5 60 28 37 12 53 21 44
2 63 31 34 15 50 18 47 7 58 26 39 10 55 23 42
3 62 30 35 14 51 19 46 6 59 27 38 11 54 22 43
 
Diese Tabellen werden linienweise (horizontal) gelesen.
 
  • Stroke Play
Damen und Herren bilden verschiedenen Kategorien. Für die 1. Runde wird der Draw in 3 Gruppen vorgenommen:
Gruppe 1: Herren – 1. Hälfte der Spieler – niedrigeren Handicaps
Gruppe 2: Herren – 2. Hälfte der Spieler – höhere Handicaps
Gruppe 3: Damen
 
Meisterschaft über 72 Löcher
Die Reihenfolge der Partien bleibt für die ersten 36 Löcher die gleiche. Nur die Startzeiten werden geändert: jene Spieler, die am ersten Tag früh gestartet sind, starten am zweiten Tag spät, und umgekehrt. Für die zwei letzten Runden starten die Spieler ihren Resultaten entsprechend: die Bestplatzierten starten zuletzt. Wenn die letzten zwei Runden am gleichen Tag gespielt werden, wird für den ganzen Tag nur ein einziger Draw gemacht, mit gleichzeitigem Abschlag von Tee 1 und 10; die Partien werden nicht geändert, ausser dass die Spieler, die am Morgen von Tee N° 1 gestartet sind, am Nachmittag von Tee N° 10 starten. Die Spieler mit den besten Resultaten starten am Morgen von Tee N° 10.
 
Meisterschaft über 54 Löcher
Es wird nur für die erste Runde ein Draw gemacht. Die zwei letzten Runden werden genau gleich durchgeführt wie die zwei letzten Runden eines Wettkampfes über 72 Löcher.
 
Meisterschaft über 36 Löcher an zwei Tagen
Für die erste Runde wird ein Draw gemacht, für die zweite Runde werden die Spieler gemäss den Regeln für die zwei letzten Runden eines Wettkampfes über 72 Löcher platziert.
 
Wettkampf über 36 Löcher an einem Tag
Es wird nur ein Draw gemacht.
Wenn zwei Runden derselben Meisterschaft an einem Tag gespielt werden müssen, teilt der organisierende Club die Spieler in zwei Gruppen ein, die gleichzeitig von Tee N° 1 und N° 10 starten. Die Spieler, die am Morgen von Tee N° 1 gestartet sind, starten am Nachmittag von Tee N° 10 und umgekehrt, so dass alle Spieler einmal von Tee N° 1 und einmal von Tee N° 10 abgespielt haben. Grundsätzlich starten die Spieler mit den besseren Handicaps am Morgen von Tee N° 10.

g) Schweizerische Interclub Meisterschaften
Die Einteilung des Flights erfolgt wie mit nachstehender Aufstellung angegeben:
 
interclubs

Jeder Club, der ein Team anmeldet, verpflichtet sich, im Bedarfsfall eine entsprechende Serie auf seinem Platz zu organisieren.
 
i. Aufstieg/Relegation:
- In jedem Flight steigen im Prinzip 3 Mannschaften auf und 3 werden relegiert.
- Bei der Bildung eines neuen Flights werden die 3 letzten Mannschaften der Vorjahres-klassifizierung relegiert und bilden den nächsten Flight mit den neu angemeldeten Clubs.
- In dem Jahr, in welchem sich eine 11. Mannschaft für den neuen Flight anmeldet (zusammen 44 oder 62 oder 80), wird ausnahmsweise keine Mannschaft des vorigen Flights relegiert, um diesen Flight wieder auf 18 zu bringen.
- Wenn sich eine Mannschaft für das folgende Jahr nicht anmeldet oder angemeldet ist und nicht erscheint, wird sie bei einer späteren Fortsetzung der Meisterschaft in den letzten Flight eingegliedert.
 
ii. Einsatz von Ersatzspielern oder -spielerinnen: Ein oder mehrere Ersatzspieler dürfen bis spätestens 15 Minuten vor der 1. Startzeit der Meisterschaft eingesetzt werden. Der Ersatzspieler nimmt auf der Startliste den Platz des Spielers ein, den er ersetzt. Nach Beginn der Meisterschaft wird kein Spieler mehr ersetzt: es kann kein Fall von höherer Gewalt geltend gemacht werden.
         
iii. Unwetter:
Falls zwar die Foursomes, nicht aber die Singles fertig gespielt werden können, wird die Rangliste aufgrund der Foursomes-Resultate erstellt.
         
Falls die Foursomes nicht fertig gespielt werden können, wohl aber die Singles, wird die Rangliste aufgrund der Singles-Resultate erstellt.
         
Falls keine Runde fertig gespielt werden kann, wird die Meisterschaft annulliert.
         
iv.  Mannschaftscaptain: Der Mannschaftscaptain (playing oder non-playing), muss Amateur und namentlich auf dem Anmeldeformular aufgeführt sein; er ist berechtigt, den Spielern seiner Mannschaft auf dem Platz Ratschläge zu erteilen.
Während seiner eigenen Partie wird der Captain als Spieler betrachtet und darf nur seinem Partner Ratschläge erteilen
 
v. Caddie Mannschaftskameraden: Ein Spieler kann bei einem Mannschaftskameraden als Caddie fungieren.
 
h)  Resultatgleichheit
Ohne gegenteilige Bestimmungen im ASG-Reglement für die betreffende Meisterschaft kommen folgende Regeln zur Anwendung:
 
Stroke Play
Für den ersten Platz: die Entscheidung fällt durch ein Stroke Play Loch um Loch Play-off;
Für die folgenden Plätze: bei Zählspielwettkämpfen über 72 Löcher sind die letzten 36 Löcher massgebend. Dann bei neuerlicher Resultatgleichheit die letzten 18 Löcher, dann die letzten 9, 6, 3 Löcher oder das letzte Loch. Beim Zählspiel über 54 und 36 Löcher sind die letzten 18 Löcher in der Reihenfolge der Score-Karte massgebend, bei neuerlicher Resultatgleichheit die 9 letzten, dann die 6, 3 und schliesslich das letzte Loch.
 
Match Play
Bei Resultatgleichheit nach dem letzten Loch im Match Play beginnen die Konkurrenten den Parcours nochmals von vorne. Sieger wird jener Spieler, der zuerst ein Loch gewinnt.
 
 
i)  Anmeldegebühr, Preise und Wanderpreise
Die Anmeldegebühren gehen an den organisierenden Club. Die ASG stellt die Wanderpreise der Meisterschaften zur Verfügung. Die Wanderpreise der ASG können nicht definitiv gewonnen werden. Wer einen Wanderpreis innert 5 Jahre dreimal gewinnt, erhält einem Erinnerungspreis. Die von der ASG zur Verfügung gestellten Wanderpreise werden den Siegern bei der Preisverteilung überreicht. Diese geben sie unmittelbar nachher dem organisierenden Club zurück, der verpflichtet ist, sie an die vom ASG-Sekretariat angegebene Adresse zurückzusenden.
Der organisierende Club nimmt die Preisverteilung am letzten Tag des Wettkampfes vor, spätestens eine dreiviertel Stunde nach Eintreffen des letzten Konkurrenten.
 
j) Spieltempo – Langsames Spiel
Der Spieler muss ohne unangemessene Verzögerung und in Übereinstimmung mit jeder von der Spielleitung für das Spieltempo erlassenen Richtlinie spielen.
Ist eine Spielergruppe an irgendeinem Zeitkontrolle-Punkt „Ausser Position“, so verstossen alle Spieler dieser Spielergruppe gegen diese Richtlinie und riskieren, bestraft zu werden.
 
Definition „Ausser Position“:
Die erste Spielergruppe ist Ausser Position, wenn sie einen der definierten Zeitkontrolle-Punkte nach Ablauf der geforderten Richtzeit passiert hat.
 
Nachfolgende Spielergruppen sind Ausser Position, wenn:
a) am bezeichneten Zeitkontrolle-Punkt einen Abstand von mehr als 15 Minuten zur vorausgehenden Spielergruppe aufweist und
b) die Spielergruppe einen bezeichneten Zeitkontrolle-Punkt nach der geforderten Richtzeit passiert hat.
 
Die Spieler der Spielergruppe, welche Ausser Position ist, erhalten die nachstehend beschriebenen Strafen:
•        Erster Verstoss       Verwarnung
•        Zweiter Verstoss     Ein Schlag
•        Dritter Verstoss       Zwei Schläge
•        Vierter Verstoss      Disqualifikation
 
Die Zeitkontrolle erfolgt, wenn die Fahne am Loch mit dem definierten Zeitkontroll-Punkt zurückgesteckt ist.
Beendet eine Spielergruppe den dritten Zeitkontroll-Punkt ohne einen Verstoss gegen diese Richtlinien begangen zu haben, ist jedoch am vierten Zeitkontroll-Punkt "Ausser Position", kann jeder Spieler der Spielergruppe einen Strafschlag erhalten, falls ein Verstoss gegen diese Richtlinie tatsächlich stattgefunden hat.
 
k) Verschiedenes
An den zwei einer ASG-Meisterschaft vorangehenden Tagen sind die Teilnehmer berechtigt, auf dem Wettspielplatz 1 Mal kostenlos zu spielen.
Die unten aufgeführten Dokumente müssen im Clubhaus auf einem dafür vorgesehenen Aushang vor dem ersten Start und während der ganzen Dauer der Meisterschaft angeschlagen sein:
•        die Mitglieder des Meisterschaftskomitees
•        die vorliegenden allgemeinen Regeln
•        das Reglement der betreffenden Meisterschaft
•        die Hard Card und die zusätzlichen Local Rules,
•        Spieltempo
•        Die zu spielenden Löcher bei Play-Off
 
Gleichzeitig mit ihren Score-Karten sollten die Spieler die Hard Card, die zusätzlichen Local Rules, die Pin Positions und die Durchgangszeiten erhalten.
Wir bitten die organisierenden Clubs, die Liste mit den Resultaten spätestens 2 Stunden nach Ende der Meisterschaft im Internet zu publizieren. Diese Liste muss auch die Namen und die Resultate der Spieler enthalten, die den Cut nicht geschafft haben.
 
5)  GOLF CARTS
Anlässlich offizieller ASG-Meisterschaften ist es den Spielern nicht gestattet, auf dem Platz Golf Carts zu benutzen, ausser Genehmigung durch die ASG für Spieler mit einer dauerhaften Körperbehinderung.
 
6)  GOLFSCHUHE
Das Reglement des organisierenden Clubs ist gültig.
 
7)  ENTFERNUNGSMESSER (R 14-3)
Ein Spieler darf sich über Entfernungen informieren, indem er ein Gerät verwendet, das ausschliesslich Entfernungen misst. Benutzt ein Spieler während der Runde ein Gerät, mit dem andere Umstände geschätzt oder gemessen werden können, die sein Spiel beeinflussen können (z.B. Steigung, Windgeschwindigkeit, Temperatur usw.), so verstösst der Spieler gegen Regel 14-3. Bei erstmaligem Verstoss gegen die Regel 14-3 verliert der Spieler das Loch im Match Play, im Stroke Play zieht er sich zwei Strafschläge hinzu. Bei einem weiteren Verstoss gegen Regel 14-3 ist der Spieler disqualifiziert.
 
Das Gerät muss ausschliesslich auf Entfernungsmessung beschränkt sein. Funktionen, durch die die Verwendung des Gerätes einen Verstoss gegen die Platzregel darstellt, sind insbesondere:
•        das Schätzen oder Messen von Gefälle;
•        das Schätzen oder Messen anderer Umstände, die das Spiel beeinflussen könnten (z.B. Windgeschwindigkeit oder –richtung, oder andere wetterbezogene Informationen wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit, usw.);
•        Empfehlungen, die den Spieler bei der Ausführung eines Schlags oder in seinem Spiel unterstützen könnten (z.B. Schlägerwahl, Ausführung des Schlags, Lesen des Grüns, oder jede andere Art von Belehrung); oder
•        das Berechnen der effektiven Entfernung zwischen zwei Punkten unter Berücksichtigung des Höhenunterschieds oder anderer Bedingungen, die die Länge eines Schlags beeinflussen.
 
Solche unzulässigen Funktionen führen dazu, dass die Verwendung des Geräts einen Regelverstoss darstellt, unabhängig davon, ob
•        die Funktionen abgeschaltet oder deaktiviert werden können, und
•        die Funktionen abgeschaltet oder deaktiviert sind.
 
Ein Multi-Funktions-Gerät wie Smartphone oder PDA darf als Entfernungsmessgerät verwendet werden, vorausgesetzt es verfügt über eine Entfernungsmessung, die alle oben angeführten Einschränkungen erfüllt (d.h. es misst ausschliesslich Entfernung). 
 
8)  SPEZIFIKATION DES BALLS UND DER GOLFSCHLÄGER
Das Material eines Spielers muss den Regeln des R&A entsprechen: Strafe bei Verstoss: Disqualifikation.